Ich habe mich sehr lange Zeit gewundert, warum ich morgens nach dem Aufstehen immer direkt unter „Adrenalin“ stehe und meine Gedanke gerade so hin und her rasen …
Aus ärztlicher Sicht eine Erschöpfung der Neurotransmitter und eine Nebennierenschwäche. Das wird bereits seit einiger Zeit über Nahrungsergänzungsmittel behandelt. Ich bin da in guten Händen bei einer Ärztin für alternative Medizin. Dadurch hat sich auch alles gebessert. Aber ganz gut wird es nicht so wirklich.
Da kommt die zweite Säule ins Spiel. Zum Einen habe ich für mich rausgefunden, dass ich morgens viel Zeit für mich brauche um ganz langsam in Gang zu kommen und Ruhe in meinen Körper zu bekommen. Ich brauch da schonmal mehr als eine Stunde.
Jetzt habe ich in meinem neuen Buch gelesen, dass dies typisch für Hochsensible ist. Ohne jetzt auf Details einzugehen, gibt es bei Hochsensiblen ein sogenannten „Neugeborenes-ICH“. Wir haben einen ICH-Anteil der vor allem was die Gefühle angeht oft eines neugeborenen Babys entspricht. Mit allen Bedürfnissen nach Sicherheit, Wärme, Zuneigung, Versorgung usw.
Diese scheint wohl vor allem morgens aktiv zu sein. Wo ich mich erstmal stark nach Ruhe, Geborgenheit, Nahrung und Akzeptanz sehne. Hat man das erstmal verstanden, kann man sich diese Bedürfnisse auch wohlwollend selbst geben ohne wie so oft in der Vergangenheit zu denken: „Was stimmt nicht mir mir?“, „Stell dich nicht so an!“, „Du bist echt verweichlicht!“.
Seit dem ich weiß, dass ich einfach Hochsensible Züge habe kann ich meine Art viel besser akzeptieren. Und vor allem mein Bedürfnisse akzeptieren die ich habe und stark den eines Neugeborenen entsprechen.
Dementsprechend sitze ich heute an einem Sonntag hier, schreibe ein bisschen meine Gedanken und Gefühle auf während ich eine Tasse Kaffee trinke. Mal schauen was der letzte Urlaubstag zu bringt. Ich lasse mich mal überraschen.
